Der durchschnittliche Städteurlaub dauert 3,9 Tage oder 93,6 Stunden und endet shoppingbedingt mit einem fetten Minus am Konto. Nicht immer hat man aber soviel Zeit. So passiert bei meinem Kurztrip nach Barcelona 2008. Hinfliegen,Barcaschaun im Nou Camp und Tags darauf am Nachmittag wieder retour. Einen Eindruck von der Stadt wollte ich mir trotzdem abholen. Barcelona im Eiltempo sozusagen. Ob´s geklappt hat, die momentan vielleicht hippste City Europas in 5 Stunden zu besichtigen? Mehr dazu im Auftakt zur Städtereisenwoche am TUI Blog.

barcelona

Statt abends noch wie meine Freunde das (laut lückenhaften Erinnerungsberichten einzigartige) Nightlife von Barcelona zu genießen, fand ich direkt nach dem Sieg des F.C. Barcelona gegen Schalke den Weg ins Bett. Frühmorgens um halb 7 war Tagwache angesagt. Aufstehen, Nespresso, Blitzfrühstück und schon geht´s los.

Was sind die Must-have-seen´s in Barcelona? Auf jeden Fall die Sagrada Familia. Und dann natürlich das Gaudi Haus. Und die Einkaufsmeile Las Ramblas. Und, und, und…. aber Halt: 5 Stunden sind keine Ewigkeit.

Sagrada Familia frühmorgens

First Stop: Sagrada Familia. Die Berichte von den langen Warteschlangen am Eingang haben mich etwas abgeschreckt. Im Notfall also auf den Eintritt in die spektakulärste Baustelle außerhalb Dubais verzichten. Wie sagt aber ein weises Sprichwort: Der frühe Vogel stürmt den Turm. Um diese für Spanier und Spanienurlauber unchristliche Uhrzeit ist von einer langen Schlange gar keine Rede. Gemeinsam mit einer Gruppe Japaner bin ich der einzige Gast, der Einlass erbittet. Ich kann einen frühmorgendlichen Besuch also auch jenen, die mehr Zeit haben, empfehlen.

Das Bauwerk selbst, ist von außen schon genial. Die Liebe zum Detail mit der die einzelnen Figuren erarbeitet sind, beeindruckt einen. Dazu der einzigartige Stil in dem die Sagrada Familia entworfen ist. Etwas schade, dass dieses Wunderwerk total zugebaut mitten in der Stadt steht. Seit 120 Jahren wird an der Kirche, die Antoni Gaudi entwarf, gebaut. Wann sie fertig sein wird? Das weiß wohl keiner so genau. Das beeindruckendste in der Sagrada Familia ist der Blick, den man vom großen Turm aus hat. Ganz Barcelona liegt einem zu Füßen.


Gaudi Haus

Nicht lange Zeit vertrödln in luftiger Höhe, es gibt noch viel zu sehen. Im Eilschritt düse ich zum Gaudi Haus. Zweimal gehe ich im Stress daran vorbei, ehe ich das etwas unscheinbare Kleinod entdecke. Blind? Nein, viel mehr scheint die Qualität der Gaudi´schen Bauwerke zu wünschen übrig lassen. Sagrada Familia nicht fertig, Gaudihaus Baustelle. *Hrmpf*…. Bad Luck! Eintreten kann man, von außen schaut das ganze, fast vollkommen verdeckt, aber nicht gerade spektakulär aus. Soll ich rein? Soll ich nicht? OK, einen Versuch ist es wert. Die investierte nicht wirklich. Ziemlich zweckmäßig, was hier geboten wird. Die Casa Mila ist heute noch Wohnhaus, nur einige Räume wurden wieder restauriert mit Möbeln aus dem vergangenen Jahrhundert. Nach einigen Minuten bin ich wieder draußen.


Las Ramblas: Barcelona pur

Nächster Stopp ist die Flaniermeile der Stadt. Wirklich sehenswert sind Las Ramblas. Überall sind Sitzmöglichkeiten in diesem faszinierenden Durcheinander aus Ständen, Schaustellern und Geschäften mit allerhand Krimskrams. Viele Touristen aber auch viele Barcelon-ier/iken/etten (bitte um Aufklärung) sind unterwegs und bevölkern das bunte Treiben. Zeit für einen kurzen Snack. In der Markthalle kaufe ich mir ein paar Chirimoyas, die kenne ich noch aus meinem Andalusienurlaub. Auch für ein wenig Shopping ist Zeit: bei einem Stand erstehe ich für meine Frau Silberschmuck. Schön und schick, nur ob es sich bei dem Preis um echtes Silber handelt, darf bezweifelt werden. Egal, der Wille zählt fürs Werk und der Preis nur für die Statistik!

Über Las Ramblas gelangt man an den Hafen von Barcelona. Hier erreichte Christoph Kolumbus die alte Welt wieder nach seiner ersten Indi…. ähh Amerikareise. Eine ziemlich kolossale Statue erinnert heute noch daran. Gleich zwei riesige Kreuzfahrtschiffe, eins davon die AIDA, haben am Hafen angelegt und speien Touristen aus ihren Bäuchen.


FC Botiga Megastore

Die Zeit wird langsam knapp. Wohin jetzt noch? Der Park Güell, ein weiteres Gaudiwerk, ist mir zu weit weg. In dem Moment treffe ich zwei meiner Mitreisenden. Sie wollen nochmals zurück zum Nou Camp, um den Barca Shop, den FC Botiga Megastore heimzusuchen. Kurzentschlossen fahre ich auch mit. Wirklich beeindruckend, was ein Fußballclub nicht alles schmücken kann. Vom Rasierer aufwärts, oder abwärts, je nach Geschlecht, gibt es alles mit dem Barca Logo zu kaufen auf zwei Stöcken. Ich schmeiße für meinen Nachwuchs noch schnell einen Teddybären in den Einkaufskorb als letzten Akt eines recht eiligen Vormittags. Dann geht es ab Richtung Flughafen.

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