Vergangene Woche war ich zum ersten Mal alleine im Ausland. Ok, ich war nur in Berlin, also in einer Stadt wo mich jeder versteht. Nichtsdestotrotz war die Nervosität groß. Ich wurde zur Fashionweek eingeladen und durfte ein paar Tage vor Ort verbringen und das Spektakel miterleben. Natürlich hatte ich in Berlin ein paar Termine, wo ich auch andere Menschen traf, doch niemanden, den ich vorher schon kannte. Eigentlich bin ich ja kein Angsthase, aber irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Doch so ein paar Tage ganz alleine in einer fremden Stadt können auch ganz schön aufregend sein.

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Alleine geflogen bin ich das erste Mal mit 14 Jahren und das war gar kein Problem. Jedoch wurde ich damals von jemanden vom Flughafen abgeholt, den ich kannte und der bereits vor Ort war. Dieses Mal war das nicht der Fall und ich musste mir die Fahrten zu meinen Terminen selbst organisieren und hatte zwischendurch ziemlich viel Zeit für mich alleine. Ich liebes es zwar, Reisen zu planen, eine Route festzulegen usw., aber meine Orientierung lässt manchmal zu wünschen übrig und deshalb überlasse ich den Stadtplan meistens jemanden anderen.
Auch wenn ich mit meinem Freund verreise, kümmere ich mich um das „Grundgerüst“ der Reise und er sich um die Aktivitäten vor Ort und eben um die Orientierung. Dieses Mal war ich auf mich alleine gestellt und im Nachhinein betrachtet war es gar nicht so schlimm, Google Maps sei Dank. Mittlerweile gibt es fast überall W-Lan und auch mein Hotel das Amano war damit ausgestattet. So konnte ich mir immer vorher meine Route berechnen lassen und habe immer ans Ziel gefunden. Ja und wenn ich mal nicht wusste, wo ich bin, wurde einfach nachgefragt, eine Sprachbarriere gab es ja in diesem Fall nicht und die Berliner waren immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Zwischen den fixen Programmpunkten meiner Reise war auch genug Zeit für ein bisschen Sightseeing und so habe ich Berlin (an einem Nachmittag) auf eigene Faust erkundet. Da Taxifahren auf Dauer die Geldbörse ziemlich belastet (obwohl in Berlin Taxifahren sehr günstig ist), bin ich spontan in die U-Bahn gestiegen. Ist doch auch mal spannend und Leute beobachten gehört sowieso zu meinen Hobbys. Das U-Bahn-Netz in Berlin ist relativ groß und man braucht ein bisschen bis man sich zurechtgefunden hat. Ein paar Mal umsteigen und schon war ich beim Brandenburger Tor und dem Judendenkmal.

So ein Nachmittag allein in einer fremden Stadt kann richtig nett sein. Man hat ein bisschen Zeit für sich selbst muss sich nach niemanden richten und kann wirklich tun auf was man gerade Lust hat. Tja und aus diesem Grund ging es für mich nach dem Sightseeing in die Shoppingstraße nach Berlin Mitte. Ich war im Himmel angekommen, hier gibt es wirklich alles was das Herz begehrt und jeder wird mit Sicherheit fündig. Man findet sowohl große Marken wie Adidas und Urban Outfitters als auch viele kleine Läden, die zum Geld ausgeben einladen. Natürlich musste ich auch eine Curry Wurst essen, wenn ich schon mal hier bin. Sie war richtig lecker, wenn auch ein bisschen sehr scharf.

Genächtigt habe ich die Tage im Hotel Amano, das für einen Städtetrip bestens geeignet ist. Die Zimmer sind zwar relativ klein, aber es ist alles vorhanden was man so benötigt. Ein hübsches kleines Bad mit Föhn und geräumiger Dusche, ein großes Bett und sogar einen kleinen Schreibtisch hat das Zimmer. Das Frühstücksbuffet war ein Traum, hier findet sich wirklich für jeden Geschmack etwas – frischgepresste Säfte, Obst, frischer Lachs, Gemüse, Aufstriche, die Auswahl war sehr groß.  Auch das Personal war unheimlich freundlich und hat mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht. Das Beste am Amano Hotel ist mit Sicherheit die zentrale Lage. Vieles ist in wenigen Gehminuten erreichbar und die U-Bahn-Station Rosenthaler Platz gleich ums Eck. Ein paar nette Restaurants wie zum Beispiel das Al Contadino Sotto Le Stelle sind auch in unmittelbarer Nähe. Wer Lust auf einen schnellen Snack hat sollte unbedingt im cô cô bán mì delo vorbeischauen, einem kleinen vietnamesischen Lokal.

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Ich habe es wirklich genossen mal ganz alleine wo zu sein und bin so auch ein bisschen mehr aus mir herausgekommen. Wenn man niemanden dabei hat der alles übernimmt, muss man halt selber handeln und ich glaub das ist auch mal ganz gut. Es war schön sich treiben zu lassen und Zeit für sich zu haben. Alleine Reisen kann sehr spannend sein und man lernt dadurch auch viel für sich selbst, aber sind wir uns mal ganz ehrlich….. Auf Reisen erlebt man viele tolle Dinge und es ist doch gleich doppelt so schön wenn man diese Erlebnisse mit jemanden teilen kann, oder? Deshalb werde ich wohl eher nicht zur Alleinreisenden.

Wie seht ihr das? Reist ihr lieber mit Partner und Freunden oder alleine?

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