„Boah, nach Ägypten fahr ich nie mehr. Das Essen dort hat mich fast umgebracht.“ Immer wieder mal stolpert man über solche Statements wenn über den Urlaub berichtet wird. Dabei sind meist weder Küchenteam noch Land noch Hygiene im Hotel schuldig, wenn der Urlauber von Gastroenteritis der galoppierenden Art im Urlaub überfallen wird. Meist sind es ganz einfach wir Urlauber selbst, der sich und seine Magen-Darm-Region maßlos überschätzt.

Magenproblem im Urlaub - kein Wunder

Weniger is(s)t mehr!

Hurra – wir sind im Paradies! All Inclusive bedeutet für viele Urlauber nicht, dass man alles essen kann, sondern dass man alles essen muss. Man hat ja schließlich auch dafür bezahlt. Und die Buffets sind ja auch wirklich verlockend. Von morgens bis abends liegen Leckereien bereit. Morgens gibt es statt der gewohnten Tasse Kaffee und dem Brötchen für den Magen gleich mal die erste Herausforderung zu bewältigen. Brot, Eiergerichte aller Art, Obst, frisch gepresste Säfte, Palatschinken, Süßigkeiten… Kulinarik ohne Rücksicht auf Verluste. Zu Mittag geht die Orgie weiter. Man nimmt sich vor nur kurz das Salatbuffet zu besuchen, natürlich von vornherein aussichtslos nicht auch den Rest zu probieren. Vom Abendessen mal ganz zu schweigen. Wer es schafft, bei einem Magic Life Buffet nicht über den Hunger zu essen muss die Disziplin von Mahatma Gandhi besitzen. Zwischendurch ein kühles Bierchen. Oder zwei. Oder drei und Cocktail.

Aber mal ganz ehrlich: wären sie ihr eigener Magen – würden sie angesichts dieser unvorhergesehenen Mehrarbeit nicht auch streiken. Erschwerend zur Maßlosigkeit mit der im Urlaub oft gefuttert wird kommt noch hinzu, dass die Speisen an und für sich für den gelernten Europäer ungewohnt sind. Damit meine ich nicht, dass die Qualität nicht einwandfrei in den Hotels ist, sondern ganz einfach dass es andere Gewürze sind, ein neuer Schärfegrad oder ungewohnte Zutaten verwendet werden. Mischt man das noch mit dem ungewohnten Klima, kann schon mal das eine oder andere Problem bei der täglichen Morgenhygiene auftreten.

Tipps für gestresste Urlaubermägen

  • Weniger is(s)t manchmal mehr. Anstatt zu übertreiben sollte man im Urlaub das was geboten wird genießen.
  • Nicht zu wild mischen. Fisch, Schwein, Huhn und Rind – kann schon vorkommen dass die streiten auf engstem Raum
  • Alkohol in Maßen genießen
  • In exotischen Regionen morgens und abends an der Whiskyflasche nuckeln – wirkt Wunder
  • Haut´s wirklich nicht hin mit den guten Tipps, ein Tag Nahrungskarenz wirkt wahre Wunder
  • Im Urlaub sollte eine kleine Reiseapotheke immer mit dabei sein als letzter Ausweg