Fallschirmspringen in Australien, ein Trekking Trip in Nepal oder einfach nur Nichts-Tun auf den Malediven? Wer hat sie nicht: diese eine Traumreise, die wir uns einfach nicht leisten können aber nach der wir uns schon so lange sehnen?

Mit den heutigen – etwas unkonventionellen – Tipps, muss deine Traumreise kein Traum mehr bleiben. Ich teile mit dir die Methoden, abseits von „Trink deinen Kaffee nicht im Coffeshop“ und „bezahle nur mit Bargeld für einen besseren Überblick“, mit denen ich selbst viel gespart, und mir meine persönliche Traumreise: 6 Monate in Südostasien, erfüllt habe:

Analysieren – Reduzieren – Verhandlen

Schritt 1: Mach dir ein Bild von der Realität

Weißt du eigentlich, wie viel du monatlich für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Versicherungen, und sonstige Haushaltsausgaben ausgibst oder hast du am Ende vom Geld immer noch zu viel Monat übrig?

Um dein Sparpotential zu optimieren, musst du erstmal beginnen dich und deine Ausgaben zu hinterfragen. Erstelle eine detaillierte Liste mit deinen Ausgaben und Einnahmen. Wenn du das noch nie, oder nicht regelmäßig machst, wird dir bereits jetzt einiges klar werden, warum dein Budget für deine Traumreise einfach nicht größer geworden ist.

Im Gegenteil: einige von uns geben sogar monatlich mehr aus, als wir einnehmen. Kreditkarten, Ratenzahlungen und Online Abos machen es möglich.  Mach dir selbst ein ehrliches Bild von deinen Kosten!

Hier sind Beispiele für Kosten, die du bei deinen monatlichen Ausgaben berücksichtigen solltest:

  • Miete & Nebenkosten
  • Internet, Kabelanschluss & Handyvertrag
  • Budget für Lebensmittel
  • Budget für Aktivitäten (Auswärts Essen, Konzerttickets, Kino Besuche etc.)
  • Diverse Versicherungen (Haushalt, Leben, KFZ, etc)
  • Zeitschriftenabos oder Online Abos (zB Netflix)
  • Kosten für ein Auto (Benzin, Versicherung, Abnutzung, etc.)
  • Kosten für Kredit- oder Ratenzahlungen

Schritt 2: Downsizing für maximales Reisefieber

Nachdem du jetzt ein klares Bild deiner Einnahmen/Ausgaben vor dir hast, überlege dir folgendes: Wo kannst du einsparen? Am einfachsten ist es auf unnötige Ausgaben und Luxuskonsumgüter zu verzichten. Hier gibt es Potential für gewaltige Sparmöglichkeiten wie etwa eine kleinere Wohnung (um weniger Miete zu zahlen), oder etwa sich einen Mitbewohner zu suchen oder auch kleinere Projekte, die dein Bankkonto trotzdem wachsen lassen. So etwa das Abbestellen von Zeitschriften Abos oder der Verkauf von Dingen, die du einfach nicht mehr brauchst. Was ich getan habe? Ich habe unter anderem eine alte Flaschen Sammlung und meinen Fernseher verkauft und alleine dadurch knapp 400€ eingenommen. Durch den Verkauf meines Fernsehers reduzierte sich auch meine monatlichen Fixkosten für Kabelfernsehen oder Rundfunkgebühren.

Wer weniger fernsieht, hat nicht nur mehr Zeit für die wichtigen Dinge im Leben, sondern spart sich auch Kosten fürs Kabel Fernsehen und GIS Gebühren.

Hier sind ein paar Ideen für dich um Kosten zu sparen:

  • Brauchst du wirklich ein Auto? Oder könntest du auch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen?
  • Sind alle deine Zeitschriften- oder Online-Abos essentiell?
  • Brauchst du einen eigenen Fernseher oder kannst du deine Lieblingsshow mit einem Freund bei einem gemeinsamen Serien Abend ansehen?
  • Musst du zum teuren Italiener an der Ecke oder kannst du deine Freunde zum Selber-Pizza-Backen Abend einladen?
  • Brauchst du all diese Werkzeuge/alten Kinderspielsachen/Kleidungsstücke etc oder kannst du etwas davon bei willhaben oder ebay verkaufen?
  • Brauchst du die Fitnessclub Mitgliedschaft? Oder kannst du mit einem Rad sowohl dein Auto als auch das Fitnessstudio abschaffen? In einem nächsten Post, zeige ich dir ein Ganzkörper-Workout, dass du auf jeder Reise – komplett ohne Fitnesscenter absolvieren kannst.

Schritt 3: Mit Verhandlungsgeschick zur Traumdestination

Einer der wohl besten Tipps, wenn es darum geht mehr Geld für deinen Traumurlaub zu sparen, betrifft nicht das Sparen per se, sondern dein Verhandlungsgeschick.

Wenn du verhandelst, erhältst du oft nicht nur bessere Angebote bei Hotels oder Aktivitäten vor Ort, sondern kannst – wenn du es richtig anlegst – sogar, deinen Chef von einer Gehaltserhöhung überzeugen und damit deine Geldsorgen langfristig bekämpfen.

Aber stürm nicht einfach in das Büro deines Bosses und verlange „mehr Geld“. Vereinbare einen Termin mit deiner Vorgesetzten/ deinem Vorgesetzten und nimm dir die Zeit, dass Gespräch nicht zwischen Wasserspender und Kaffeemaschine zu führen. Dies festigt auch, wie seriös dich dein Gegenüber wahrnehmen wird.

Nachdem du in Schritt 1 deine Kosten analysiert hast, du in Schritt 2 deine Ausgaben minimiert hast, bist du nun auch im Klaren darüber, wie viel mehr Geld du denn tatsächlich benötigst, um deine Traumreise anzutreten. Diese konkrete Zahl gibt dir auch eine bessere Verhandlungsposition, als einfach nur nach „mehr Geld“ zu fragen.

Weitere Dinge, die du bei (Gehalts)Verhandlungen beachten solltest, sind unter anderem:

  • Mach‘ deine Hausaufgaben. Bereite dich auf die Verhandlung vor. Bei einer Preisverhandlung erkundige dich, was das selbe/gleichwertige Produkt/Service sonst kostet. Bei einer Gehaltsverhandlung bereite deine bisherigen Erfolge vor. Gute Vorbereitung ist bereits die halbe Miete.
  • Hab eine positive Erwartungshaltung. Wenn du selbst nicht daran glaubst, dass du diese Gehaltserhöhung verdienst, warum sollte dein Chef daran glauben?
  • Erkläre wie diese Gehaltserhöhung deinem Chef hilft; nicht dir. Klar, du willst mehr Geld damit du zB mehr Reisen kannst, aber was hat dein Chef davon? Sieh‘ die Situation von der anderen Seite und erkläre ihm/ihr wie du dich noch besser in das Unternehmen einbringen kannst um zB Prozesse zu optimieren. Für diesen Teil der Verhandlungen ist es wichtig, dass du gut vorbereitet bist und von deinen bisherigen Erfolgen berichten kannst, sowie zukünftige Herausforderungen der Firma kennst, und deine Rolle bei der Lösung dieser Probleme erklären kannst.
  • Nimm‘ es nicht persönlich. Bei einer Verhandlung hat jede Partei seine eigenen Interessen im Hinterkopf. Ein „Nein“ bedeutet daher nicht, dass man dich als Person ablehnt, sondern nur, dass die Situation es momentan nicht erlaubt. Bleib‘ trotzdem dahinter und frag in regelmäßigen Abständen nach. Hartnäckigkeit ist eine Eigenschaft, die viele Chefs zu schätzen wissen.

Fazit

Du siehst, es gibt viele Wege um dein Budget für deine Traumreise aufzubessern. Ob du nun große Projekte angehst, wie etwa eine Gehaltsverhandlung mit deinem Chef oder du dich räumlich verkleinerst um Miete zu sparen oder du deine Ausgaben im Kleinen einschränkst und ab sofort mehr selber kochst und Serien Abende mit deinen Freunden veranstaltest (Kleinvieh macht auch Mist), bedenke, dass am Ende des Tages Geld immer nur ein Mittel zum Zweck ist. Und den Zweck, den bestimmst du selbst: Abenteuer, Reisen, Familie oder ein Hausbau.

Geld kommt und geht, aber deine Lebenszeit, die bekommst du nicht zurück. Daher mach’s wie Leonardo, den ich übrigens in New York getroffen habe, und betrachte Geld als „Fun Coupons“ für deine Abenteuer, für deinen Zweck.

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