Griechenland – da kommt einem gleich Krise in den Sinn. Man liest von Stromausfällen, die Krankenversorgung soll nicht mehr gewährleistet sein und Streiks wären an der Tagesordnung. Ist das wirklich so? Wie sieht es in den Urlaubsdestinationen aus?

Auf den griechischen Inseln. Jenen Orten, die von den ÖsterreicherInnen seit Jahren so geliebt werden. Wegen der Gastfreundlichkeit, dem tiefblauen Meer, den feinen Sandstränden, dem herrlichen Essen. „Irgendwann bleib I dann dort“, haben STS doch gesungen. Und zwar nicht, weil man durch die Krise gestrandet ist und nicht mehr weg kann, sondern es so schön ist, dass man nicht mehr weg möchte. Ist das noch so? Gemeinsam mit einem Team von Puls 4 und Kronehit sehen wir uns die nächsten Tage auf Kreta um.

Ankunft Samstagnachmittag. Die Lauda Air Maschine ist voll. Hier hat niemand Angst, dass etwas passieren könnte. „Die Bilder, die man im Fernsehen sieht, sind doch hauptsächlich aus Athen“, sagen die meisten. Und was ist mit dem Argument, sicher nicht in eine Land auf Urlaub zu fahren, denen die EU, also „wir“ Geld hinterher schmeißt? „Klar gibt es hier Probleme. Da ist viel falsch gelaufen. Aber man kann ja nicht alle Griechen für die Politik und die korrupten Politiker verantwortlich machen“, sagt ein Ehepaar aus Wien. “ Wir wollen doch auch nicht an unseren Politikern gemessen werden, oder?“, pflichtet ihm sein Sitznachbar bei.

„Natürlich sind wir Griechen selbst für die Misere verantwortlich“, sagt Serafim Karouzakis, der Hoteldirektor des neuen Club Magic Life Candia Maris. „Wir haben der Politik zu lange zugesehen.“ Die Krise spüren alle, erzählt er. In Griechenland gibt es ein Sprichwort: „Brennt das Haus deines Nachbarn, gibt es auch Rauch in deinem Garten“. Serafim hofft auf die Solidarität der anderen EU-Staaten. „Die brauchen wir jetzt nämlich ganz dringend. Politisch genauso wie im Tourismus.“

Im Club Magic Life ist wenig von der Krise zu spüren. Es ist ein neuer Club, Club Magic Life eine bekannte Marke. Da ist das Vertrauen sehr groß. Aber gesamt sind die Griechenland-Buchungen um fast 20 Prozent zurück gegangen. Seit der Wahl am 17. Juni steigen sie aber täglich. „Aufholen werden wir das Tief von April und Mai nicht mehr ganz“, sagt Susanne Kaissl, Gulet Gebietsleiterin auf Kreta: „Aber es freuen sich jetzt alle, dass es wieder aufwärts geht. Und Last Minute wird noch einiges gebucht werden.“

Jene Urlauber, die hier sind verstehen die Ängste der Daheimgebliebenen gar nicht. Mit einem Urlaub kann man den Griechen doch am besten helfen, ist von vielen Seiten zu hören. Und Einschränkungen gibt es hier überhaupt nicht. Im Gegenteil: die Gastfreundlichkeit ist noch gestiegen, die Freude über jeden Gast riesig. Das ist zumindest der erste Eindruck. Wir werden in den nächsten Tagen sehen, ob er sich bestätigt…

 

 

Linktipps: Urlaub in Griechenland, Lauda Air

 

Von: Kathrin Limpel, TUI Österreich Konzernkommunikation