Es gibt viele Vorstellungen die wir von Jamaika haben. Jamaikaner die coolsten Typen dieses Planeten, immer laid back und gut gelaunt lassen sie sich von Reggae Rhythmen durchs Leben treiben. Lockere Sprüche bescheren ihnen die schönsten Frauen. Ha! Leicht locker sein, leben sie doch auf einem paradiesischen Eiland mit stets warmen Temperaturen, wunderschönen Stränden und glasklarem Wasser vor der Haustüre.

Urlaubsparadies Jamaika

Vorurteile sind selten wahr. Im Falle Jamaikas treffen die meisten Stereotypen, die wir Europäer aus der Ferne entwickelt haben, aber durchaus zu. Jamaikaner sind, wie die meisten Kariben, tatsächlich sehr entspannt unterwegs. Man begegnet Urlaubern mit ehrlicher Herzlichkeit. Auch außerhalb der touristischen Zonen sind die Menschen sehr freundlich und ungezwungen und freuen sich über einen Schwatz. Man spricht zwar Englisch, der kreolische Einschlag lässt einen aber erkennen dass der Slang der Reggae Künstler, die diesen Dialekt auch bei uns bekannt gemacht haben, nicht gekünstelt ist.

Und ja, Jamaika ist wunderschön. Wer einmal auf der bekanntesten Insel Karibik war und den Tag am Strand totgeschlagen hat oder sich ins gebirgige Hinterland mit seiner abwechslungsreichen Flora und Fauna begeben hat, kommt wieder. Ein Land in dem man Bananen nicht kauft, sondern pflückt ist in all seiner Einfachheit faszinierend. Egal ob im Hotel oder unterwegs, wer Obst auf Jamaika genießt, wird zu Hause seine liebe Not haben mit dem was man in unseren Supermärkten als Vitaminspritze bekommen kann.


Strände auf Jamaika

Für Badeurlauber gibt es kaum ein Fleckchen Erde das es mit Jamaika aufnehmen kann. Viele der Strände sind zwar nicht gratis zu besuchen, das ist aber auch OK und keine Abzocke. Dafür genießt man auf Jamaika Sauberkeit und Flair statt überfüllter Touristengrills. Die Strände des Touristenzentrums Negril erstrecken sich auf über 10 km Länge. Weißer Strand und Palmen versetzen den Besucher in eine fast unwirkliche Welt. Auch am Boston Beach scheint es als würde man in der Fantasie eines Reisekatalogdesigners wieder aufwachen. Urlaub in Jamaika ist wie ein nicht enden wollendes Klischee – und es ist herrlich.

Essen und Trinken – anschnallen!

Die Küche der karibischen Inseln gehört wohl zu den abwechslungsreichsten der Welt. Und zu den gesündesten. Nicht zuletzt wegen der gesunden Ernährung lassen die Sixpacks vieler Jamaikaner Frauenherzen höher schlagen. Hühnerfleisch und frischer Fisch, dazu Gemüse, Reis und Obst. Dass so manche Speise für unseren Gaumen scharf wie das Höllenfeuer ist, verdanken wir den indischen Einflüssen. Viele Speisen erinnern an die afrikanische Herkunft des größten Teils der Jamaikaner. Nach dem Essen trinkt man Rum. Wer auf sich hält, und das sollte man auch als Tourist, mischt sich kein Cola in seinen Captain Morgan.


Naturparks auf Jamaika

Ähnlich wie Tobago bietet auch Jamaika einige sehenswerte Naturparks. Es ist schön zu sehen dass nicht alles dem Tourismus untergeordnet wird, sondern nachhaltig mit den Resourcen dieses Paradieses umgegangen wird. Der größte Nationalpark ist der Crow Mountains National Park inmitten der hügeligen Landschaft der Blue Mountains, die das Hinterland Jamaikas beherrschen. Ein Ausflug lohnt sich. Schmetterlinge sind groß wie kleine Vögel, Vögel bunt wie ein Malkasten. Taucher und Schnorchler finden auf Jamaika einige der schönsten Gebiete mit geschützten Korallenriffen vor.


Rastafaris – ein Vorurteil das nicht standhält

OK – alle Vorurteile können wir den Jamaikanern nun doch nicht durchgehen lassen. Es gibt sie zwar, die Rastafaris mit ihren Dreadlocks und den langen Bärten. Unter den afrikanischen Sklaven, die von den Britischen Kolonialherren nach Jamaika gebracht wurden, bildete sich dieser Kult, der den äthiopischen Kaiser Haile Selassie als Erlöser Afrikas und Messias sieht. Der Rastafari Kult ist aber in Jamaika nicht annähernd so weit verbreitet wie manch Europäer das glauben möchte. Übrigens: der Konsum von Marihuana ist auf Jamaika verboten und nicht weiter verbreitet als in unseren Breitengraden.

Bevor ich mich nun aber weiter in der Schönheit der Insel vertiefe, gebe ich das Wort doch lieber weiter an den schnellsten Mann der Welt und bekanntesten Jamaikaner nach Bob Marley. In diesen beiden Videos zeigt uns Usain Bolt, die Schönheit Jamaikas. Film Ab, Lautsprecher aufdrehen!