Abenteuer Reise – Abenteuerreise. Mit Worldwide Active hat die TUI einen ganz besonderen Reiseveranstalter mit an Bord der World of TUI. Zwischen Nepal und Costa Rica gibt es wohl kaum einen Fleck, den man nicht erwandern und erradln kann. Die Mitarbeiter von Worldwide Active sind selbst fleißig unterwegs. Für unseren Blog hat Claudia Perchthalter, Produktmanagerin in Innsbruck, einen schönen Reisebericht verfasst, als sie vor einiger Zeit ihr Mount Everest Abenteuer erlebte.

Mount Everest Trekking mit Worldwide Active

Kaum zu glauben dass ich in wenigen Tagen am Fuße des höchsten Bergs der Welt stehen soll. Allein der Gedanke an den Anblick des Mount Everest lässt mich ganz kribblig werden. Intelligent packen ist bei Reisen dieser Art bereits der erste Schritt in den Urlaub. 15 kg, mehr Gepäck ist nicht erlaubt, etwas zu vergessen ebenfalls nicht, es kann schon sehr kalt werden im Himalaya auf dieser Höhe. Trekkingschuhe, Thermoschlafsack und Daunenjacke, darauf kann man auf gar keinen Fall verzichten.

Nach einem langen Flug erwarten uns in Kathmandu unsere Guides bereits am Flughafen. Im Hotel erholen wir uns von den Reisestrapazen ein wenig – dann geht es direkt in die Besprechung für die nächsten Tage. Die Ausrüstung wird nochmals im Detail durchgegangen. Noch kann man sich mit allem eindecken was man glaubt unterwegs brauchen zu können, dann geht es ab in die Wildnis.

Kathmandu: Schmelztiegel der Kulturen

Ich bin nicht zum ersten Mal in Nepal. Das Land, besonders aber die Hauptstade Kathmandu, ist ein Schmelztiegel der verschiedensten Kulturen. Unterschiedlichste Volksstämme leben hier friedliche nebeneinandert. Alle haben ihre Eigenheiten mitgebracht, gerade das aber macht Kathmandu so sehenswert. Unzählige Tempelanlagen und Gebetsstätten, Friedhöfe und Begräbnisstätten – die Gottheiten sind unzählig, auch wenn der Hinduismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen deutlich vorherrscht. Dazwischen tummeln sich Touristen aus aller Herren Länder, recht einfach an ihren Trekkingschuhen und der Ausrüstung zu erkennen. Wir bekommen sogar Kumari, eine Kindsgöttin von gerade mal 5 Jahren zu sehen, die in Kathmandu verehrt wird. Vom Fenster ihres Hauses aus lächelt sie uns, die wir uns in die Menschenmenge eingereiht haben, zu. Ein gutes Omen für das Nepal Trekking. Auch eine Verbrennung bekommen wir zu sehen. Je reicher der Verstorbene, desto mehr Holz kann er sich leisten. Das wahre Schauspiel aber ist, dass die Angehörigen keineswegs traurig sind, sondern dem ganzen fast positiv gegenüber zu stehen scheinen.

Panoramaflug über den Himalaya am Flug nach Lukla

Das eigentliche Trekking beginnt mit dem Anflug nach Lukla. Der Panormaflug über die höchsten Berge der Welt ist ein Erlebnis für sich, auch wenn besonders die Landung den Adrenalinspiegel auf dem kleinen Flugplatz steigen lässt. Mit Ohrstöpsel, Speibsackerl und scharfen Bonbons gegen die schlimmsten Turbulenzen ausgestattet, genießt man den Flug über die Giganten des Himalaya – der Flug ist ein einzigartiges Erlebnis, ebenso die Landung auf der Minipiste inmitten der Bergriesen.

Los geht´s!

4 Urlauber, 1 Guide, 2 Sherpas und ein Koch sind die Teilnehmer unserer Tour. Die Sherpas übernehmen unser Gepäck, 2 x 15 kg pro Träger, während wir uns lediglich mit unseren Tagesrucksäcken auf den Weg machen. Unglaublich, was diese kleinen aber zähen Männer leisten. In Namche Bazar machen wir nach 2 Tagesetappen die erste Rast. Die Beine könnten noch ewig weitergehen, der Körper freut sich aber auf die Rast. Die Höhe ist nicht ohne. Namche Bazar liegt an einem Knotenpunkt zwischen mehreren Tälern, fast alle Nepal Trekking Touren nehmen ihren Ausgang in diesem Dorf. Der Ort ist mittlerweile eine Ansammlung von Hotels und Souvenirverkäufern, besitzt aber noch immer den Charme der Region. Binnen weniger Stunden können interessante Orte in der Umgebung erreicht werden, oder man akklimatisiert sich mit Tagesspaziergängen an die bereits merklich dünnere Luft. Trinken, trinken und nochmals trinken ist angesagt. Um die Daunenjacke bin ich bereits froh, denn der mit Yak Mist betriebene Ofen in unserem Quartier wird erst nach 18 Uhr abends aktiviert.

Nach dem Ruhetag wartete mit den Gokyo Seen bereits einer der Höhepunkte der Reise. Auf 5000 m Höhe gelegen wirkt die Landschaft fast schon unwirklich. Smaragdgrün funkelt das Wasser zwischen den Bergen. Im idyllischen Dorf Gokyo machen wir Rast. Eine kurze Etappe, aber viel zu sehen bei traumhaftem Wetter. Der Sonnenaufgang am nächsten Tag erreicht uns am Gokyo Ri, dem Aussichtsberg der Region. Wir waren schon früh aufgebrochen, der Lohn für die kurze Nacht ist ein toller Sonnenaufgang vor malerischer Kulisse. Weit entfernt und doch bereits zu erkennen der Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Ein Wahnsinn die Stimmung, die jeden von uns berührt.

Der Pass Cho La war der nächste Höhepunkt unserer Reise. Wolken verhüllten die Berge rund um diesen Geröllhügel. Während andere Gruppen sich die Berge hinaufschleppten, ging es uns allen hervorragend. Viel trinken, gleichmäßig und langsam gehen – unsere Strategie schien sich auszuzahlen. Der Mount Everest kam näher, schien nur noch einen Steinwurf entfernt zu sein. Immer wieder stießen wir auf andere Expeditionen, die sich in diesem Gebiet rund um den Everest tummelten. Das Baseceamp des Mount Everest präsentierte sich leer, die Expedition war einige Tage zuvor auf den Mount Everest aufgebrochen. Von Mülldeponie oder Chaos war aber weit und breit, entgegen vieler Fernsehberichte, nichts zu sehen. Beim Gebetsplatz halten wir kurz an. Der höchste Berg der welt beeindruckte uns wohl alle.

Nach einer kurzen Nacht geht es am nächsten Tag auf den Kala Pathar, einen der bekanntesten Aussichtsberge der Region. Schlecht geschlafen, muss ich mich zum ersten Mal auf der Tour quälen, schaffe es aber den Gipfel zu erreichen. Der Ausblick auf den Mount Everest und den Nuptse, die sich in den ersten Sonnenstrahlen zeigen, entschädigt aber für all die Mühen. Gebetsfahnen wehen im Wind, und obwohl ich mir den Ausblick und die Kulisse mit vielen anderen Wanderern teilen muss, ist es doch ein einzigartiges Erlebnis.

In Folge wartete unser erste 6000er. Der Island Peak präsentiert sich von unten gesehen in dichtem Nebel und scheint unwirtlich. Will ich da überhaupt hinauf? Der Rasttag im Dorf am Fuß des Berges war ein willkommenes Atem holen, der Schlechtwetter Einbruch machte eine Besteigung des Island Peak unmöglich. Nicht unglücklich darüber, dass uns jemand anderer die Entscheidung ob wir den Berg bezwingen sollten oder nicht, machten wir uns auf die weitere Reise. Die Besteigung eines 6000ers ist auch bei Schönwetter kein Spaziergang, ganz zu schweigen bei Schneefall. Ein Teilnehmer unserer Gruppe harrte aus und bezwang den Berg schließlich, während wir anderen uns auf den Weg zur Lodge nach Chukkhung machten.

Am letzten Tag schlug das Wetter wieder um. Die Sonne zeigte sich. Hohn? Ein wenig, ja, aber so ist das eben in dieser Höhe. Wenn das Wetter nicht mitspielt ist man machtlos. Einige Tagesmärsche standen uns noch bevor bis zum Ziel des Trekkings in Lukla. Einerseits traurig, das Trekking nicht mit allen Highlights erlebt zu haben, andererseits glücklich über die vielen einzigartigen Eindrücke, brachen wir wieder auf nach Kathmandu. Massagen, weiche Betten, gutes Essen – die Zivilisation hatte uns wieder.

Claudia Perchthaler ist Reisespezialistin für Aktivurlaub rund um die Welt. Mehr Infos zu ihrem Nepal Abenteuer