Es gibt Städte von denen man auch nach dem x-ten Urlaub noch nicht genug hat. Zu dieser Kategorie gehört Rom. Mit ihrer Geschichte, den Sights und Museen, den Bars und Piazzas und natürlich auch den Römern selbst, ist die ewige Stadt mit Sicherheit eine der besuchenswertesten Metropolen Europas.

Essen, Trinken und Shopping

Anders als in den meisten italienischen Städten sind die Restaurants in Rom auch auf den gut besuchten Piazzas durchaus leistbar. 10 Euro für ein Menü mit kleiner Vorspeise und Pizza oder Pasta inklusive einem Getränk sind Standard. Diese Menu turistici werden an der Piazza Navona ebenso wie am Campo dei Fiori angeboten. Die Oberkellner, die die Touristen in ihr Lokal locken wollen, sind echte Unikate. Charmant oder humorig mit dem Kochlöffel am Kopf, verhandeln und schmeicheln in den verschiedensten Sprachen sie mit den Touristen, bleiben dabei aber immer fair, ehrlich und akzeptieren auch ein Nein. Wer möchte, kann sich natürlich auch a la carte verwöhnen lassen, dann allerdings kann es schon etwas teurer werden. In den Bars empfiehlt es sich, den Cafe wie ein echter Italiener im Stehen einzunehmen. Der Cappuccino kostet an der Bar etwas mehr als 1 €, am Tisch kann es schon mal sein dass man für eine Tasse Kaffee mit Milchschaum das fünffache hinlegt.

Die Boutiquen und Läden in Rom spielen von sehr teuer bis recht günstig. Auf der Via Nazionale und der Via Condotti ist ein Designer neben dem anderen zu finden. Dazwischen kann man aber immer wieder auch echte Schnäppchen finden. Stylische Anzüge um unter 100 € findet man genau wie Kleider von Giorgio Armani um den 50fachen Preis.

U Bahn und Bus fahren in Rom

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind klassisch italienisch, zu gut Deutsch: eine Katastrophe. Es lohnt sich bei den Bussen nicht auf den Fahrplan zu sehen, gefahren wird wie es beliebt. Kann schon passieren dass man 45 Minuten auf einen Bus im 15 Minuten Takt laut Fahrplan wartet. Auch das ist Rom. Die U-Bahn dagegen ist schnell und fährt in einem guten Takt, wirklich gut ausgebaut ist das U-Bahn Netz allerdings nicht.

Rom und die Römer

Restitalien beharrt darauf dass die Hauptstädter unfreundlich und arrogant sind. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Römer sind sehr freundlich und hilfsbereit. Es wird mit Touristen gelacht und gescherzt, ganz ohne Überheblichkeit. Auch Fremdlinge ohne Italienischkenntnisse sind gerne gesehene Gäste.

Von der Antike bis ins 3. Jahrtausend

Heute mag Rom in der Weltpolitik keine große Rolle mehr spielen, vor 2000 Jahren aber war hier der Nabel der Welt. Wer über das Forum Romanum und vorbei am Kolosseum spaziert, kann sich einen Eindruck von der einstigen Macht und Größe des römischen Imperiums verschaffen. Die Römer übrigens sind noch heute stolz auf ihr Erbe. SPQR, das Signum der Römischen Republik, prangt noch immer an jeder Ecke der Stadt. Romano di Roma, ein waschechter Römer zu sein und nicht ein Provinzler der wegen der Arbeit wegen in die Hauptstadt gekommen ist, gilt noch immer als etwas Besonderes.

Sehenswürdigkeiten in Rom


Vatikan mit Petersdom, Engelsburg und den Vatikanischen Museen

Einen Tag sollte man auf jeden Fall für den Vatikan einplanen. Der Petersplatz in seiner Größe beeindruckt bereits von Weitem. Wer die Pforten des Petersdoms durchschreitet, dem verfliegt die Zeit geradezu. Auch im Schnelldurchgang sind zwei Sunden Aufenthalt im gigantischen Kirchenschiff, in dem laut Legende die Gebeine des heiligen Petrus ruhen, im Nu vorbei. Nicht verpassen: den großartigen Ausblick von der Kuppel der größten christlichen Kirche über die Dächer Roms hinweg.

Die Vatikanischen Museen sind vielleicht das Highlight eines Rombesuchs. In verschiedenen Ausstellungen die jede für sich ein Museum bildet, finden sich Kunstschätze aus allen Epochen. Von der Kultur der Etrusker bis hin zu moderner Kunst, bekommt man in den Vatikanischen Museen einen Überblick über die Kunstgeschichte der Stadt. Highlights sind die Stanzen des Raffael, die Lakoon Gruppe sowie natürlich die Sixtinische Kapelle.

Die Engelsburg ist ein schöner Tagesabschluss für den Rundgang durch den Vatikan. Bei Sonnenuntergang wirkt das Gebäude am erhabensten. Über die Engelsbrücke gelangt man zurück in den Trubel der Großstadt Rom. Vorher empfiehlt sich ein Aperitiv an einer der Bars direkt am Tiberufer. Ein schöner Platz befindet sich direkt unter der Engelsbrücke.

Forum Romanum und Colosseum: das antike Rom

Hier tobte vor 2000 Jahren das städtische Leben Roms. Was heißt hier Roms: das Forum Romanum war quasi der Mittelpunkt der Erde. Die ersten Ansiedlungen reichen lange zurück. Die Adelspaläste, Tempel, Senat und Patrizierhäuser zeugen heute leider nur noch in Form von Ruinen und Fragmenten von der einstigen Pracht des Forum Romanum. Dank den Audioguides kann man sich in die Zeit der Cäsaren und Feldherren zurückversetzen lassen. Ein audiovisueller Streifzug, den man bei einem Spaziergang durch die Trümmer erleben kann.

Am Ende des Forum Romanum steht das Colosseum. Wo einst Gladiatoren kämpften, Kriegsgefangene präsentiert und Christen hingerichtet wurden, tummeln sich heute Touristen aus aller Welt. Das Wahrzeichen der Stadt Rom ist schnell besichtigt, gibt es doch im Inneren nicht wirklich viel zu sehen. Der Eintritt ist im Ticket mit dem Forum Romanum schon inkludiert. Praktisch dabei: man erspart sich das lange Anstehen in der Schlange.


Das barocke Rom

Zwischen Antike und Mittelalter war Rom nicht mehr als ein Freiluftmuseum ohne Zuseher. Die Stadt war entvölkert, von der Metropole hin zur Geisterstadt. Erst mit dem Wiedererstarken der Päpste im Mittelalter wurde Rom wieder zum Big Player in Europa. Die barocken Plätze und Denkmäler drücken das noch heute aus. Anders als in Florenz, das seine Blüte zwischen dem 13. und dem 15. Jahrhundert erlebte, ist in der römischen Innenstadt der Barock tonangebend. Bernini gilt als der Baumeister des mittelalterlichen Roms. Die Piazza Navona und der Vier Ströme Brunnen sowie der Trevi Brunnen gelten als seine Meisterwerke. Und das zu Recht. Mit vollem Prunk ziehen sie Touristen an. Nicht vergessen: unbedingt eine Münze über die Schulter in den Trevi Brunnen werfen. Wer dieses Ritual befolgt, wird wieder nach Rom kommen. Bei mir hat es schon zum wiederholten Mal geklappt. Einen Besuch wert ist auch die Piazza del Popolo. Abends, wenn die Sonne untergeht, sollte man sich auf den Weg zur Spanischen Treppe zu Füßen der Santa Maria di Trinita machen. Hier tummeln sich Touristen gleichermaßen wie die Römer selbst, die klassisch italienisch gestyled wie für den Catwalk die Bühne betreten. Sehen und gesehen werden lautet das Motto.