Manchmal kommt Roger Moore zu Besuch, jagt mit dem Boot zwischen den Kalksteinfelsen der Phang Nga-Bucht hindurch, die sich hier zu Dutzenden aus dem spiegelglatten Türkisblau der Andamanensee erheben. Er hält auf den Strand zu als gäbe es die Insel gar nicht – um Sekundenbruchteile später am rechten Rand wieder aus der Panorama-Leinwand herauszufahren: Kino-Abend unter freiem Himmel am Strand, James-Bond-Filmnacht im Six Senes Yao Noi im Inselmeer vor Phuket.
Was die Szene so kurios erscheinen lässt, ist die Umgebung – denn die unterscheidet sich nicht von dem, was der Projektor gerade auf die Leinwand wirft. Dabei ist es genau vierzig Jahre her, dass exakt hier Schlüsselszenen für den Agenten-Thriller „Der Mann mit dem Goldenen Colt“ gefilmt wurden. Die Drehbuch-Autoren hatten sich für diese Bilderbuch-Gegend als Zuhause von Bond-Gegenspieler Christopher Lee entschieden.
Heute residieren hier Urlauber, die in der Stille und Abgeschiedenheit der Insel Yao Noi nicht weit vom Original-Drehort in Villen mit privaten Pools und Panorama-Blick abschalten und ihre inneren Akkus aufladen – jede für sich ein Rückzugsgebiet, uneinsehbar für andere. Dabei ist Phuket mit allem Rummel einer Ferien-Insel nur einen Bootsausflug entfernt. Was man auf Koh Yao Noi tun kann? Zu sich kommen, entspannen, genießen, schlemmen. Und Filme schauen – jeden Abend im Cinema Paradiso am Strand.
Ob Roger Moore noch mal hier war, Christopher Lee wiedergekommen ist? Ob der aktuelle Bond-Star Daniel Craig ab und zu vorbeischaut, um sich nach einem Spaziergang unterm Sternenhimmel mal eben ins Kino zu setzen und seinem Vorgänger bei der Ganovenjagd zuzusehen? Auf solche Fragen gibt es hier nur ein Lächeln als Antwort. Für mehr ist man im Six Senses Yao Noi viel zu diskret.

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