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Einmal im Leben möchte ich … mich auf einen Roadtrip durch die USA wagen! Dabei möchte ich weder die Route 66 noch die großen Touren der Westküste entdecken sondern lieber die herbstliche Traumkulisse der Ostküste erleben. Und genau diesen Lebenstraum meiner „Reise Bucket List“ habe ich mir vor zwei Jahren erfüllt!
Wenn sich die Blätter von sattem Grün in schillernde Brauntöne einfärben, der Pumpkin Spice Latte in allen Auslagen steht und der Duft von Maroni in der Luft liegt, weiß ich, dass es endlich Herbst ist. Meine liebste Jahreszeit ist wieder da und wie könnte man diese besser verbringen, als mit einer  herbstlichen Reise? Vor zwei Jahren habe ich einen großen Punkt meiner Reise-Bucket-List gestrichen und bin über den ultimativen Feiertag für alle Herbstkinder – Halloween! – nach Amerika gereist. Dabei habe ich mich auf die Suche nach den traumhaftesten Herbstzielen gemacht und sie inmitten der verschlafenen amerikanischen Ostküste gefunden.

Die Reise beginnt: New York City

New York, New York – die Stadt, die niemals schläft. Eine Stadt, die Generationen von Menschen und Reisende fasziniert und einfach jeden in seinen Bann schlägt. Ein kreativer und innovativer Hub, der einfach niemanden kalt lässt. Gleich vom ersten Betreten an wusste ich, dass diese Stadt wie für mich geschaffen ist! Hier habe ich nicht nur das beste vegane Essen aller Zeiten gefunden sondern auch ein ganz neues Lebensgefühl kennengelernt. Und wenn die Sonne dann zwischen den Häuserschluchten untergeht und alles in ein goldenes Licht taucht, weiß man, dass man immer ein kleines Stück der eigenen Geschichte mit dieser Stadt verbinden wird.
New York ist ein perfekter Startpunkt für unsere Reise, weil es leicht aus Wien zu erreichen ist und einen guten ersten Berührungspunkt mit der amerikanischen Lebensweise gibt. Die Stadt ganz zu entdecken würde Wochen dauern, aber wenn ich meine Favoriten zusammenfassen sollte, würde ich euch folgende Highlights für einen Start in eure Reise empfehlen!
6 Dinge, die man in New York City machen sollte

  • An der High Line spazieren
  • Ein Konzert besuchen (ich durfte Halsey live erleben!)
  • Durch den Central Park spazieren und picknicken
  • Die Aussicht vom 70. Stockwerk des Rockefeller Centers genießen
  • Durch den Chelsea Market flanieren
  • Die weltbesten Waffeln bei Champs Diner essen

Ab auf die Straße: Von New York nach Boston

Ein American Bagel in der einen, ein Pumpkin Spice Latte in der anderen Hand: so kann ein richtiger Roadtrip starten! Wir verlassen den Big Apple und begeben uns in die große Weite des amerikanischen Highways. Es liegt ein Geruch nach großer Freiheit in der Luft, wenn man sich auf die ungefähr 4 stündige Fahrt von New York in die nächste größere Stadt im Norden – Boston – begibt. Dabei merkt man, wie sich die Umgebung mit jedem zurückgelegten Kilometer ein wenig verändert: alles wirkt ein wenig provinzieller, ruhiger und entspannter, wenn man die Staaten Connecticut und Massachusetts passiert.

Fast wie daheim: wo sich die USA wie Europa anfühlen

Der erste Stopp des Roadtrips: Boston, Massachusetts! Die Stadt mag vielleicht nicht so aufregend wie New York sein, aber versprüht einen ganz eigenen, entspannteren Charme. Als größte Stadt Neuenglands und Studenten-Hub (mit dem MIT, Harvard und vielen mehr) bietet sie hippe Cafés, nette Ecken zum Verweilen aber dank ihrer langen Geschichte auch bezaubernde Backsteinhäuschen sowie weitläufigen Grünflächen. Eine fast perfekte europäische Stadt, mitten in den USA. Was ihr in Boston unbedingt entdecken müsst ist die lange Geschichte der Stadt. Und das geht am besten am sogenannten „Freedom Trail“. Auf etwa 4 Kilometern führt die Route vorbei an vielen historischen Sehenswürdigkeiten und bedeutsamen Orten. Aus Boston ebenfalls einen Abstecher wert …

BOO! Halloween in Salem

Salem ist DER Stopp für alle Halloween-Hexen und Zauberer und nur einen Katzensprung von Boston entfernt – also das perfekte Ausflugsziel, wenn man in der Gegend ist. Salem hat eine faszinierende Geschichte von Pilgern, Hexen und natürlich den berüchtigten Hexenprozessen. Das Salem Witch Museum ist ideal für Leute, die keine Kenntnisse über die Hexenprozesse in Salem haben. Mit Hilfe von Dioramen und einem Reiseleiter erhält man einen Überblick über alle gruseligen Hexengeschichte von Salem.

Herbst pur: White Mountain National Forest

Nach so viel städtischem Flair braucht man nun ein bisschen Abwechslung: Wald muss her! Die wohl schönste, herbstliche Kulisse meines Lebens habe ich nach White Mountain National Forest gesehen. Bunte Blätter so weit das Auge das Auge reicht, verschlungene Wege und fantastische Aussichten – hier lässt es sich die Batterien so richtig gut aufladen. Profi Tipp: Vorher bei Whole Foods einkaufen gehen und einen Picknick Ort suchen – romantischer geht es kaum!

Der letzte Stop – Portland, Massachusetts

Was wäre ein Roadtrip ohne einen Stopp am Meer? Wer Lust auf Leuchtturm-Fotos, Austern und Neuengland-Feeling-Pur haben möchte, sollte in  Portland einkehren. Dieses verschlafene Städtchen bietet die perfekte Kulisse für den letzten Stopp des Roadtrips – hier lässt es sich die letzten Atemzüge in der kühlen Herbstluft einnehmen, bevor es dann wieder gen Heimat geht.

Bye Bye Roadtrip-Life

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt man nach so einem Trip der Heimat entgegen. So ein herbstlicher Roadtrip durch die USA hat hat einfach alles, was das Hexen-Herz höher schlagen lässt: Halloween-Stimmung, Blätterwald und Pumpkin-Spice-Everything-Food-Geschmacksexplosionen. Kein Wunder, dass sich dieser Trip so lange auf meiner Reise-Bucket-List befunden hat!

Einmal im Leben möchte ich …. so eine Rundreise auch im geografischen Süden wagen … vielleicht sogar mit dem Zug? Wer weiß, was mir hierbei so einfällt – Sri Lanka soll ja ganz nett sein, habe ich gehört 😛